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Besuchermonitoring für Museen

Umfragen

Umfragen sind ein bewährtes Instrument, sein Auditorium kennen zu lernen oder die Meinungen und Bedürfnisse seiner Stakeholder auszuleuchten. So hat Frank Siegmund wiederholt Umfragen für die DGUF durchgeführt: Mitgliederbefragungen (2013, 2016; hier), die Umfrage "Ein Berufsverband für die Archäologie?" (Sept. 2016; hier), eine Umfrage unter den Lesern des DGUF-Newsletters (2019), und nicht zuletzt die Projekte "Evaluation Beruf Archäologie (EvaBA)" (2019; hier) und "Umfrage Arbeitskräftebedarf und Wirtschaftslage privatwirtschaftliche Archäologie" (2019). Ein DGUF-unabhängiges, mit einer Lehrveranstaltung an der HHU Düsseldorf kombiniertes Projekt untersuchte "Das Interesse der Bürger in Deutschland an Archäologie und Antike", seine Ergebnisse sind publiziert (hier).

 

Besucherforschung

In Kombination mit Lehrveranstaltungen führte Frank Siegmund in den Sommern 2017 und 2018 Besucherbefragungen in zwei archäologischen Museen in Nordrhein-Westfalen durch, die ca. 400 resp. 500 auswertbare Fragebögen erbrachten und deren Ergebnisse den Museen zur Verfügung gestellt wurden. Aus den dabei gewonnenen Erfahrungen und Einsichten resultiert das Konzept "Monitoring statt Befragung".

 

Sein Publikum besser kennenlernen: Monitoring statt Befragung

Besucher-Befragungen in Museen liefern punktuelle Einsichten, sie Erfassen einen Ist-Zustand. Im Optimalfall erfolgen nach z.B. zwei oder drei Jahren Folgebefragungen, aus denen Veränderungen abgelesen werden können. Solche Befragungen sind eine wertvolle Erfolgskontrolle und ein Ideengeber. Doch weitaus vorteilhafter ist ein Monitoring, d.h. eine fortwährende Befragung der Besucher. Denn im Grunde ist ein Besuchermonitoring kaum aufwändiger als eine einmalige Aktion, liefert aber permanent Einsichten und erlaubt im Museum ein „Experimentieren“, d.h. das Durchführen von Versuchen mit Erfolgskontrolle (sog. AB-Tests). Durch Besuchermonitoring kann ein Museum eine agilere, schnell lernende Einrichtung werden.

Mitte 2019 hat Frank Siegmund ein Pilotprojekt zum Besuchermonitoring im Stadtmuseum Lippstadt begonnen, um Erfahrungen mit den nötigen technischen und sozialen Vorkehrungen und einem kontinuierlichen Auswerten und Berichten zu sammeln. Das Projekt im SM Lippstadt soll zunächst bis Sommer 2020 laufen. Schon jetzt zeigt sich, dass der verfolgte technische Ansatz funktioniert und dem Museum wertvolle Rückmeldungen und Erkenntnisse bietet. Frank Siegmund ist an weiteren Projekten dieser Art sehr interessiert.


Literatur Besucherforschung

Besucherbefragungen (zum Vergleich)